Flag-Jugend bei Indoor Flagturnier in Rothenburg
Zum zweiten mal nach 2007 nahm die Flag-Jugendmannschaft der Ansbach Grizzlies bei dem Indoor Tauber Flag Bowl der Franken Knights teil. Konnte man bei dem Turnier 2007 nur den 6. Platz von acht Mannschaften belegen und musste 2008 wegen Spielermangels sogar ganz auf die Teilnahme verzichten, so freuten sich die Jugendlichen von 8 bis 15 Jahren endlich wieder ihre Fähigkeiten mit anderen messen zu können. Da dieses Turnier als Vorbereitung zur Flag-Feld-Saison gedacht war, wurde auch mit reduzierter Spielerzahl 7 gegen 7 anstatt 9 gegen 9, jedoch mit den Grundregeln des 9 Mann Flag-Footballs im Scrimmage-Modus ausgetragen.
Für mehr als die Hälfte der Mannschaft war dies eine neue Erfahrung, da im Gegensatz zu den normalen Flagfootballregeln hier an den Linie aktiv geblockt werden darf.
Gleich im ersten Spiel trafen die Jung-Grizzlies auf den Gastgeber aus Rothenburg., die schon in den letzten Jahren in Bayern immer an der Spitze mitspielten und hier schon mehrere Titel gewannen. Gleich in den ersten Spielzügen mussten die Grizzlies einen Safety hinnehmen und das Ballrecht an den Gegner abgeben. Die Knights brauchten dann auch nicht lange um mit einen Pass die noch nicht eingespielte Verteidigung der Ansbacher zu einem Touchdown zu überwinden. Wieder in Ballbesitz versuchten die Grizzlies durch eine Mischung aus Lauf und Passspielzügen die Verteidigung der Ritter zu überwinden, doch die körperliche Überlegenheit der Knights an der Verteidigungslinie lies keinen großen Raumgewinn zu, sodaß der Ballbesitz wieder an die Tauberstädter ging. Obwohl die Verteidigung diesmal besser auf die Spielzüge des Gegners reagierte und diesen immer wieder nach kurzem Raumgewinn stoppen konnte, schafften es die Knights wieder den Ball in die Ansbacher Endzone zu tragen und mit dem Spielstand von 14 : 0 in Führung und in die Pause zu gehen.
In der zweiten Halbzeit waren die Grizzlies besser auf den Gegner eingestellt und schafften es immer wieder durch schöne Läufe von Quarterback Darren Rechenbach und Runningback Kevin Rouse Raumgewinn zu erzielen um letztlich auf 14 : 6 zu verkürzen.
Die Knights liesen sich jedoch nicht beeindrucken und erhöhten kurz vor Ende der Partie auf den Endstand von 20:6.
Im ihrem zweiten Gruppenspiel trafen die Grizzlies dann auf die Fürsty Razorbacks, die in diesem Turnier mit zwei Mannschaften antraten und schon von den Franken Knights mit 8 : 0 geschlagen wurden.
Wieder sah sich der Ansbacher Center Alexander Zeidler einem Gegner gegenüber, der mehr als doppelt soviel Gewicht auf die Waage brachte und wieder konnte der Ansbacher Quarterback den Ball nicht rechtzeitig abgeben und wurde in der eigenen Endzone getackelt, wodurch die Razorbacks mit 0 : 2 in Führung gingen.
Trotz dieses nicht sehr hoffnungsvollen Auftaktes gaben die Grizzlies nicht auf und zwangen den Gegner aus Fürstenfeldbruck kurz vor der Endzone den Ball abzugeben. Aus dem daraus resultierenden Ballbesitz konnten die Jung-Bären leider keinen Punktgewinn erzielen und gingen deshalb mit dem knappen Rückstand in die Halbzeitpause. Zum Auftakt der zweiten Halbzeit hatten die Wildschweine als Erste das Lederei, wurden aber durch gutes Zusammenspiel der Ansbacher Rückraumverteidigung Christopher Egersdörfer, Kevin Rouse und Tom Drossel und den flinken Linienspielern Andreas Moll, Lauritz Hafenrichter und Sebastian Zeidler in die Enge getrieben und am Erreichen der Endzone gehindert. Im darauf folgenden Drive gelang es den Bären dann endlich durch einen Pass auf Christopher Egersdörfer den für den Sieg notwendigen Touchdown zu erzielen und mit 6 : 2 in Führung zu gehen. Die letzten zwei Minuten des Spieles wurde noch hart um den Sieg gekämpft, jedoch liesen sich die Grizzlies die Führung nicht mehr nehmen und gewannen das Spiel verdient mit 6 : 2 .
Ihr letztes Gruppenspiel bestritten die Grizzlies gegen die Mannschaft, die den weitesten Anfahrtsweg hinter sich hatte, die Mainz Golden Eagles. Da die Mainzer ihr erstes Spiel ähnlich wie die Grizzlies mit 8 : 20 gegen die Knights verloren hatten, ging es jetzt für die Grizzlies um den Einzug ins Halbfinale.
Aufgebaut durch ihren Sieg gegen die Razorbacks gingen die Grizzlies voller Selbstbewusstsein an die erste Angriffsserie. Kevin Rouse, der in diesem Spiel sowohl als Runningback als auch als Quarterback eingesetzt wurde, konnte sich ein ums andere mal durchsetzen und den notwendigen Raumgewinn für die Grizzlies erzielen. Belohnt wurde dieser Einsatz durch einen Touchdown, mit dem die Grizzlies mit 6 : 0 in Führung gingen.
Doch auch die Verteidigung der Grizzlies gab dem Gegner keine Möglichkeit zur Entfaltung und Tom Drossel krönte seine Leistung mit einem abgefangenen Pass, den er zum 12 : 0 gleich in die gegnerische Endzone trug.
In der zweiten Halbzeit machten die Adler nun mehr Druck und durch abwechselndes Passspiel und Trickspielzügen gelang es Ihnen schließlich auf 12 : 6 zu verkürzen.
Die Grizzlies liesen sich jedoch nicht nervös machen und blieben bei der einmal gefassten Angriffsstrategie. Die Läufe von Kevin Rouse und Darren Rechenbach konnten von den Mainzern nicht gestoppt werden, sodaß es den Grizzlies gelang, drei Minuten vor Ende der Partie mit einem weiteren Touchdown die Führung auszubauen. Den Golden Eagles gelang es zwar noch im Anschluss auf 18 : 12 zu verkürzen, doch reichte jetzt die Zeit nicht mehr das Spiel noch herumzureißen und die Grizzlies zogen verdient in das Halbfinale ein.
Hier trafen die Grizzlies auf alte Bekannte; das dritte mittelfränkische Team, die Nürnberg Rams konnten sich in der Gruppe B ungeschlagen durchsetzen und sollten sich auch am heutigen Turniertag für die Grizzies als ein zu starker Gegner erweisen.
Wie schon im vorangegangenen Spiel versuchten die Grizzlies die Lauffähigkeiten ihres Runningbacks zum Einsatz zu bringen, doch konnte dieser gegen die stark aufspielende Verteidigung der Rams keine Lücke finden und letztlich wurde der Ansbacher Ballträger in der eigenen Endzone gestoppt und die Graubären lagen wieder mit 0 : 2 im Rückstand. Die Angriffslinie der Rams konnte dagegen ihren Quarterback sehr gut vor den Verteidigern schützen und dieser immer wieder seine freistehenden Ballempfänger bedienen sodaß die Rams noch vor der Halbzeit mit einem weiteren Touchdown und erfolgreichen Extrapunkt mit 10 : 0 in Führung lagen. In der zweiten Halbzeit war die Verteidigung der Grizzlies besser auf den Posten und schaffte es immer wieder, die Rams vor der Endzone zu stoppen, einen Nutzen konnten die Grizzlies aber nicht daraus ziehen, sondern sie mussten dann sogar noch einen Touchdown durch einen zurückgetragenen, abgefangenen Ball hinnehmen.
Den 0 : 16 Rückstand konnten die Grizzlies zwar noch durch einen Touchdown verkürzen, jedoch war der Sieg der Rams zu keinem Zeit mehr gefährdet und es blieb beim Endstand von 16 : 8 .
Das Spiel um den 3. und 4. Platz bestritten die Grizzlies dann gegen die Schwäbisch Hall Unicorns, die sich im zweiten Halbfinale gegen die Franken Knights mit 12 : 18 nicht durchsetzen konnten. In diesem Spiel sollten nach Absprache der Trainer beider Mannschaften nun endlich die jüngeren Spieler beider Teams mehr zum Einsatz kommen, trotzdem zeigten auch hier alle Spieler den Willen zum Sieg, was sich an dem knappen Spielergebnis zeigt.
Alexander Zeidler wechselte von der Centerposition auf die Quarterbackposition und versuchte hier zusammen mit dem 10-jährigen Lauritz Hafenrichter als Ballträger die Grizzlies nach vorne zu bringen. Trotz schöner Läufe gelang es aber beiden nicht bis in die gegnerische Endzone vorzudringen. Im darauf folgenden Drive der Einhörner gelang es diesen die Abwehr der Grizzlies zu überwinden und mit 6 : 0 in die Halbzeitpause zu gehen.
Auch in der zweiten Halbzeit fanden die Grizzlies zuerst nicht den richtigen Rhythmus und wurden gleich mit einem weiteren Touchdown der Schwäbisch Haller bestraft.
Die Punkte zum Endstand von 6 : 12 konnte dann wieder Kevin Rouse durch einen Lauf erzielen.
Den Turniersieg erkämpften sich wieder einmal die Franken Knights, die gegen die Rams mit 6 : 0 den besseren Abschluss fanden.
Insgesamt muss man das Turnier und auch die Platzierung der Grizzlies als Erfolg sehen, konnten sie sich doch mit einer zum Teil noch sehr jungen und unerfahrenen Mannschaft gegen die meist körperlich und personell besser gestellten Mannschaften durchsetzen beziehungsweise mithalten.
